SQL Server Hochverfügbarkeit mit Windows Server Failover Cluster

ID: 
6
Seminar-Level: 
Fortgeschritten
Seminar-Typ: 
Technisches Seminar
Dauer: 
4 Tag(e)
Zielgruppe: 
System-Administratoren, Datenbank-Administratoren, Datenbank-Entwickler, Entscheider, Software- & System-Architekten, Consultants
Beschreibung: 
In diesem Seminar werden die vielen Szenarien dargestellt, in denen sich Windows Server Failover Clustering und SQL Server miteinander verbinden lassen, um Ausfallsicherheit für SQL-basierte Anwendungen zu erreichen. Auf Grund der Komplexität der vielen Szenarien und der Tatsache, daß nur ein Teil der SQL Server Komponenten von Hause aus clusterfähig ist, liegt der Schwerpunkt des Seminars auf der Praxis; die wichtigsten Szenarien sollen installiert und in ihrer Funktionsfähigkeit getestet werden.
Seminar-Ziel: 
Die Teilnehmer lernen verschiedene SQL HA-Szenarien theoretisch und praktisch kennen, so daß sie nach dem Besuch des Seminars in der Lage sind, eine HA-Infrastruktur zu planen und zu implementieren.
Inhalt: 

1. Einrichten eines Failover Clusters

  • Besonderheiten bei der Einrichtung eines Clusters unter Server 2003 und Server 2008
  • Einrichten von Cluster-Ressourcen (IP-Adressen, Namen, Volumes bzw. „Shared Disks“ etc.) für den Clusterbetrieb
  • Vermeiden eines Single Point Of Failure für Cluster-Volumes
  • Einsatz von iSCSI - Konfiguration und Test des Clusters

2. Clustern einer VM mit einer SQL Server Instanz

  • Einrichten einer Umgebung mit einem 2-Node HyperV-Host-Cluster und SQL Server-Komponenten in einer Virtuellen Maschine
  • Quick Migration & Live Migration von SQL Server Komponenten
  • Verwalten von Host-Clustern mit System Center Virtual Machine Manager

3. Betrieb der Datenbank-Engine in einem Failover Cluster

  • Einrichten eines 2-Node-Clusters (Active-Passive) für die Ausfallsicherheit einer einzelnen SQL Server Instanz
  • Einrichten eines 2-Node-Clusters (Active-Active) für die Ausfallsicherheit zweier SQL Server Instanzen
  • Testen von Client-Connectivität beim Zugriff auf eine SQL Server Datenbank
  • Einrichten von MSDTC zur Unterstützung verteilter Transaktionen
  • Testen von verteilten Transaktionen und MSDTC Troubleshooting
  • Vermeiden eines Single Point Of Failure für Datenbanken: Einrichten von Logshipping
  • Client-Redirection im Logshipping Szenario

4. Betrieb weiterer SQL Server Komponenten in einem Failover Cluster

  • Clustern einer OLAP Server Instanz
  • Clustern von SSIS
  • Betrieb von Wartungsjobs und Transformations-Paketen in einer Cluster-Umgebung
  • Loadbalancing: Einrichten von Reporting Services auf mehreren Cluster-Nodes mit einem gesharten Repository
  • Clustering: Einrichten von Reporting Services als clusterfähiger Komponente mit einem gesharten Repository
Hinweis: 
Achtung: Für den kombinierten Einsatz von Windows Server Failover Cluster und SQL Server gibt es zwei technologische Varianten, die sich so grundsätzlich unterscheiden, daß wir hierfür zwei verschiedene Seminare anbieten. Bitte prüfen Sie, welche Technologie Sie einsetzen möchten und entscheiden Sie sich dementsprechend für eines der beiden Seminare! Um Kunden bei der Prüfung einer geeigneten Technologie zu helfen und einen Überblick über Ausfallsicherheit, Load-Balancing, Replikation etc. zu gewinnen, bieten wir ein eigenes Tages-Seminar an. In Variante 1 stellt die komplette SQL Server Instanz eine Ressource des Windows Clusters dar. Bei Variante 1 wird SQL Server auf mehreren physischen unterschiedlichen Hosts installiert, die sich nach außen hin als eine einzelne Instanz darstellen. Die Cluster-Logik ist im Wesentlichen dafür da, die Dienste des aktiven Knotens hochzufahren und die der inaktiven Nodes herunterzufahren. Über die gerade aktive SQL Server Instanz wird – von welchem Knoten auch immer – nur auf eine einzelne physische Datenbank zugegriffen. Da Installation und Adminstration des Hochverfügbarkeits-System bestehend aus Windows Cluster und SQL Server zur Hälfte auf den Windows-Funktionalitäten beruht, wird ein entsprechend großer Anteil der Seminar-Zeit diesem Themen-Block gewidment. In Variante 2 wird SQL Server auf mehreren physischen Knoten installiert, die über jeweils eigene physische Replikate einer Datenbank verfügen. Die Synchronisation der Datenbanken wird über das SQL Server Mirroring durchgeführt. Bei dieser Variante verwaltet der Windows Cluster nicht die SQL Server Instanzen an sich, sondern den Status der Spiegel-Beziehung. In diesem Szenarion leisten die beteiligten SQL Server Instanzen fast die ganze Arbeit; der Cluster regelt Aspekte wie Session-Status, Umkehren der Replikations-Richtung etc. Die schon seit SQL Server 2005 existenten Spiegel-Funktionen („Database-Mirroring“) wurden in SQL Server 2012 um wesentliche Aspekte wie lesefähige Replikate erweitert und werden nun zusammen mit Windows Cluster eingesetzt. Diese aktualisierte Version von „Database-Mirroring“ nennt sich ab SQL Server 2012 „AlwaysOn“. In der Praxis gestalten sich Planung, Setup und Konfiguration der neuen Technologie deutlich einfacher als bei Variante 1. Außerdem liegt der technologische Schwerpunkt und somit auch der zeitliche Anteil bei den Funktionen von SQL Server. Das vorliegende Seminar zeigt Planung, Installation und Adminstration von Variante 1.
Voraussetzung: 

Gute Kenntnisse in IP-Connectivity, System- und AD-Administration. Grundlegende Kenntnisse in MS SQL Server.

Durchführung: 
Demonstration, Übung, Vortrag